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Aktuelle Informationen rund um den Rettungsdienstbereich der DRK Rettungsdienst Ortenau gGmbH.



26.02.2010

Rettung in letzter Sekunde

Offenburg  Buchstäblich in letzter Sekunde retteten Nachbarn und Polizeibeamte ein 93-jährige Hausbewohnerin vor dem sicheren Flammentod. Durch ihr schnelles und beherztes Eingreifen konnte die Frau und ihre 65-jährige Tochter gerade noch rechtzeitig  in Sicherheit gebracht werden. Nur Sekunden später stand durch eine Durchzündung des Feuers das ganze Zimmer in Flammen.

Am Montagmorgen um 2.22 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle in Offenburger von einer Nachbarin gemeldet, dass aus dem  Nachbar- haus im Unteren Angel starker Rauch aufsteigen würde. Knappe fünf Minuten später war der erste Streifenwagen vor Ort. Keine Minute zu spät wie sich bald herausstellen sollte. Es qualmte  bereits sehr stark aus dem Fenster im Erdgeschoß der
Doppelhaushälfte. Eine ältere Frau stand hilflos, an dem in rund zwei Meter Höhe befindlichen, geöffneten Schlafzimmerfenster.  Der Nachbar war schnell mit einer Leiter zur Stelle, so dass es mit seiner Hilfe und Passanten den Polizei- beamten gelang die alte Dame über die Leiter
ins Freie zu bringen. Dies erfolgte buchstäblich in letzter Sekunde. Unmittelbar danach kam es zu
einer Durchzündung des Brandes und das Schlafzimmer stand in hellen Flammen.

Der leitende Notarzt  Dr. Afflerbach kümmerte sich zusammen mit weiteren Helfern der Rettungsdienste um die 93-Jährige, die jedoch weitgehend unverletzt blieb.

Den Rettungskräften wurde von den Nachbarn mitgeteilt, dass die Hausbewohnerin vermutlich Besuch von ihrer Tochter und dem Schwiegersohn hat und sich diese höchst- wahrscheinlich noch im  Dachgeschoß  des Hauses aufhalten.

Die Rauchentwicklung im Haus war zwischen- zeitlich so stark geworden, dass ein Betreten ohne Atemschutz unmöglich war. Der Feuerwehr gelang es mit Atemschutzausrüstung dorthin vorzudringen. Auch hier erfolgte die Rettung in letzter Minute. Die 65-Jährige war alleine zu Besuch bei ihrer Mutter und bereits von den starken Rauchgasen bewusstlos geworden.
Sie musste mit einer schweren Rauchgas- vergiftung stationär ins Offenburger Klinikum verbracht werden. Auch der Polizeibeamte, der die Mutter der Frau über die Leiter rettete, zog sich bei der Aktion eine Rauchgasvergiftung zu.
Auch er musste die Nacht über im Klinikum behandelt werden. Die  27 Feuerwehrleute hatten nach der Bergung der Personen, unter Leitung
der Zugführer Bohnert und Nemetschke den Brand  innerhalb kurzer Zeit gelöscht. Dennoch beträgt der entstandene Sachschaden nach Schätzungen der Polizei rund 80.000

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei und Feuerwehr dürfte der Brand durch einen überhitzten Wasserkocher im Schlafzimmer des Wohnhauses entstanden sein.

 





 

Text und Bilder:
Gerold Müller
-Pressestelle-
Polizeidirektion Offenburg

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